Medizin

Sinnlich. Magisch. Inspirierend.



Januar 2020

Magie - ganz alltäglich zaubern.

Ein neues Jahr liegt wieder vor uns. Und damit einhergehend Wünsche, Vorsätze, Hoffnungen & Befürchtungen. In einer Welt und einer Zeit in der die Menschheit scheinbar den Verstand verliert, wie Astrid Lindgren schon vor über 70 Jahren festgestellt hat, wird es zunehmend wichtiger, sich immer wieder der eigenen Gestaltungskraft aka Magie zu erinnern. Die Dinge an sich haben keine Bedeutung, d.h. wir haben die Freiheit, ihnen Bedeutung zu geben. Ich liebe es, alltägliche Handlungen mit Magie zu gestalten. Mich in den fließenden Kreislauf des Empfangens, Verwandelns und Loslassens / Gebens einzuordnen. Dinge und Tätigkeiten mit Dankbarkeit und Freude aufzuladen. Meinen Lebensfaden heiter, klar und spielerisch ins große Feld einzuweben.

Wie zum Beispiel mit den wunderbar köstlichen Glückskugeln, die wie immer Körper & Seele erfreuen. Dazu brauchst du Datteln, gehackte & geröstete Mandeln, Orangeat, Zimt und Ingwerpulver, evtl. etwas Rum oder ein schönes Obstwasser.  Alle Zutaten im Mixer zu einer dicken, homogenen Masse verrühren. Und dann mit viel Liebe und guten Wünschen zwischen den Handflächen zu Kugeln formen - in unseren Handflächen liegen die Herzpunkte, daher ist das Zaubern ganz einfach! Mit Mandelblättchen verzieren. 

Zum Verzehr schließt du am besten die Augen, schnupperst den feinen Duft des Glücks. Und während du die Kugel(n) genießt taucht vielleicht vor deinem inneren Auge deine ganz eigene Glücksvision auf. Lebe sie - denn sie ist wichtig!

Auf ein magisches, glückliches 2020!



Dezember 2019

Das innere Feuer hüten.

Nicht im Außen, im Inneren leuchtet die Kraft. Und auch schon eine kleine Flamme erhellt die tranceartige geistige Unbewusstheit, die sich gern hinter verschiedenen Masken versteckt. Wie z.B. Scham, Schuld, Freudlosigkeit, Neid, Gier oder Unzulänglichkeit, um einige der Gefühlszustände zu nennen, die immer wieder die Verbindung zu unserer Kraft schwächen. In einem solchen Zustand kann es an der Zeit sein, das innere Wandlungsfeuer zu nutzen. Mache die Übung so, dass sie dir gut tut. Vielleicht änderst du sie auch nach deinem Gefühl ab.

  • finde einen geschützten Platz
  • schüttel deinen Körper, hüpfe, seufze und locker dich
  • stampfe mit den Füßen kraftvoll auf die Erde
  • setze dich bequem hin und atme tief durch
  • fühle deinen Bauch von Innen
  • auf einem Blatt schreibe auf:
  • drei Eigenschaften, die du an dir magst
  • drei Dinge, die du gut kannst
  • drei Dinge, die dir wohl tun
  • räuchere den Raum und/oder versprühe Pflanzenessenzen
  • rolle dich liegend geborgen und gemütlich ein
  • lass dich ruhen und von der heilsamen Erdkraft berühren
  • danach räkelst du dich, atmest tief durch und schenkst dir ein Lächeln

Wie fühlt sich dein inneres Feuer an?

Ich wünsche dir eine besinnliche, genuss- und freudvolle Zeit!



November 2019

Dunkelheit - die schöne Kraft.

Die dunkle Jahreszeit oder auch Dunkelheit im Allgemeinen ist ja oft nicht sehr beliebt. Vielleicht, weil wir dort mehr nach Innen schauen (müssen)? Vielleicht, weil unser primärer Sinn, das Sehen, Platz machen muss für das Hören, Riechen, Fühlen? Instinkte angesprochen werden? Jede von uns hat ihre ganz eigene, persönliche Beziehung zum Dunklen. Diese zu ergründen kann Kraft, die dort verborgen liegt, wieder lebendig werden lassen. Für mich ist es die Kraft des Nichtwissens, des Ahnens, des feinfühligen Spürens. Mein Verstand kann der Körperweisheit den Vortritt lassen.

Und wir wissen ja auch, dass sowohl Wachstum als auch Regeneration nur in der Dunkelheit geschehen kann. Und wie immer gilt das für Körper, Geist und Seele.

Eine Übung aus dem kaschmirischen Tantra-Yoga zur Nacht:

  • im Bett liegend entspannst du dich mit Wohlgefühl
  • lösche das Licht, schließe die Augen, lass den Unterkiefer sinken
  • in der Weite des dunkelblauen Nachthimmels löst sich dein Körper auf
  • spüre dass All-Eins sein und ruhe / schlafe
  • morgens kehrst du wieder ganz und gar in deinen Körper zurück
  • räkel & strecke dich mit einem herzhaften Gähnen

Ich wünsche dir eine wohltuende dunkle Jahreszeit.

 



Oktober 2019

Zentrieren - deine Mitte stärken.

Gerade im Herbst mit seinen Stürmen, dem Wandel und Loslassen ist eine gute, lebendige Mitte hilfreich, um sich auf Veränderungen im Außen wie im Innen vertrauensvoll einlassen zu können. Das wurde mir wieder deutlich, als ich vor einigen Tagen bei lieben Freund*innen zu Besuch gewesen bin und wir eine Herbstwanderung zur geografischen Mitte Deutschlands machten.

Es ist ein Dreiklang: du erdest dich, richtest dich auf und zentrierst dich. Atmest durch.

 

Eine schöne Übung für Zwischendurch - geht auch in der Schlange an der Kasse:

  • stehe entspannt auf beiden Beinen
  • spüre mit deinen Fußsohlen, wie die Erde dich trägt
  • von den Mittelpunkten deiner Fußsohlen ausgehend richtest du dich innerlich bis zum Scheitelpunkt auf
  • spüre die Weite des Himmels über dir
  • lass den Unterkiefer und die Schultern leicht sinken
  • mit der nächsten Ausatmung und einem kleinen Seufzer entspannst du deinen Bauch

Und als Schmankerl und gute Nacht Trunk empfehle ich:

  • 250ml Pflanzenmilch
  • 2 TL Mandelmus
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • je 1 Prise Vanille, Muskat, Zimt

Mandelmus mit etwas Milch glattrühren und mit der restlichen Milch, Zucker und den Gewürzen aufkochen. Evtl. mit einem Sahnehäubchen servieren.

 

Wie geht es deiner Mitte?



September 2019

Balance - making love with the universe.

Am 23. September ist Tag- und Nachtgleiche und Herbstbeginn. Eine Zeit, die uns an unsere innere Balance erinnert und gleichzeitig auf  Wechsel und Veränderung einstimmt. Auf arte kam heute eine Dokumentation über die Geschichte der Ureinwohner Nord- und Südamerikas. Mich hat sehr berührt, wie diese Menschen nach wie vor ihre Verbundenheit mit dem Kosmos leben und wie entfernt unsere Konsumkultur von der Erde mit ihren natürlichen Rhythmen ist.

Meine Lieblingspraxis ist das stille Sitzen zur Dämmerung - ich bevorzuge den Morgen. Den Raum zwischen Nacht und Tag bewusst zu erleben ist immer wieder ein Segen und verbindet mich mit allen 4 Himmelsrichtungen, Erde, Himmel und meiner Mitte. Die sieben mystischen Orte. Dabei berühre ich mit meiner Aufmerksamkeit den Punkt zwischen den Ohren, hinter den Augen in der Mitte des Kopfes und spüre den natürlichen Atem kommen und gehen. Mein Körper atmet - die Erde atmet. Es ist ein sinnliches Gebet des Gebens & Nehmens.

Der Moment der Atemruhe zwischen Ausatmung und Einatmung kann sehr lang sein. Hier öffnet sich ein Tor ins Bewusstsein und ich fühle mein grundlegendes Einssein mit der Schöpfung.

 

Was bringt dich immer wieder in Balance?



August 2019

Sommer in der Küche.

Je wärmer es ist desto weniger Lust habe ich zu kochen und genieße das üppige Angebot an reifen Früchten: Pflaumen, Kirschen, Blaubeeren, Johannisbeeren, Aprikosen, Himbeeren..... die Marktstände sind bunt gefüllt und es duftet herrlich! Das Obst esse ich meistens pur oder mit einem Klecks Schlagsahne und etwas Rohrohrzucker.

Und nun ist endlich auch Tomatenzeit - es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben.

Eine Augenweide und auch noch gesund!

 

Ein einfaches Sommerrezept für ein leichtes Abendessen:

Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden, Basilikumblätter zupfen, Granatapfelkerne lösen, Mandelblättchen rösten und Ziegen- oder Schafskäse zerkrümeln. Alle Zutaten locker unterheben und mit Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu etwas Brot und einen knackigen trockenen Weißwein - bon appetit!

 

Übrigens: wusstest du, dass sich das Zwerchfell entspannt, wenn du lächelst?  :)))



Juli 2019

Sommer für die Seele.

Eines meiner Lieblingsgedichte - frei nach R.W. Emerson

 

The lover of nature is she

whose inward and outward senses

are still truly adjusted to each other,

who has retained the spirit of infancy

even into the era of womanhood.

Her intercourse with heaven and earth,

becomes part of her daily food.

In the presence of nature

a wild delight runs through the woman

in spite of real sorrows.

 

 

Eine Liebhaberin der Natur ist sie,

deren innere und äußere Sinne

ganz und gar im Einklang sind.

Die, die sich ein kindliches Vergnügen auch im Frausein bewahrt hat.

Ihr Liebemachen mit Himmel und Erde ist Teil ihrer täglichen Nahrung.

Im Angesicht der Natur

strömt eine wilde Freude durch die Frau,

trotz aller weltlichen Sorgen.

 

 

Ich wünsche dir einen genussvollen Juli!

 

 



Juni 2019

Strawberry fields forever.

Als Mai-Geborene sind Erdbeeren für mich schon immer essentiell gewesen. Ich mag ihre Farbe, die Form, den Geruch und natürlich den wunderbar süßen, erfrischenden Geschmack. Umso erschrockener war ich, als mir mit Anfang 20 ein Arzt empfahl, auf Erdbeeren zu verzichten. Die wären gar nicht gut für meine Allergie. Ich erinnere noch heute, wie ich Praxis verließ und auf dem Heimweg war, als ein tiefes Körpergefühl auftauchte und sich zu einem Gedanken formte: "Und wenn ich daran sterbe und es das Letzte ist, was ich esse: auf Erdbeeren verzichte ich nicht!"

Es war einer der Anfänge auf meinem Weg der Selbstermächtigung. (Nahrungs-)konzepte als Inspiration anzuerkennen, ja. Aber die höchste Instanz dem Körper zu überlassen, immer wieder zu fragen "Magst du es? Tut es dir gut? Macht es dich glücklich?", "Macht meine Ernährung auch die Erzeuger und den Planeten glücklich?".  Es ist einfach, wenn auch nicht undedingt leicht.

Auf dem Bild siehst du Tiramisu mit Löffelbiskuit in Kaffee & Rum getränkt, Soja-Joghurt & Pflanzensahne, Honig, Vanille, Kakaonibs und natürlich Erdbeeren - enjoy!

 

Was macht deinen Körper wirklich glücklich?